Золотой фонд
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К вопросу о церковнославянском: что с ним делать дальше?
10.02.2012
1. А откуда известно, что при Кирилле и Мефодии язык Писания и богослужения был понятнее, чем при пе...
9.02.2012
О. Диодор, простите великодушно. У меня произошла некая контаминация имени и фамилии.
9.02.2012
О. Ларион!
1) Речь о том, что при Кирилле и Мефодии язык был понятен, поскольку был народным. А рус...
8.02.2012
Основные тезисы статьи звучат не очень убедительно:
1. Так, например, говорится, что «Кирилл и Ме...
8.02.2012
Уважаемый отец Георгий, в Византии не было диглоссии между церковным и светским языком, там была диг...
8.02.2012
Уважаемый Илья, я не оцениваю примененный Вами термин с нравственной точки зрения – плох он или хоро...
8.02.2012
В вульгаризации нет ничего плохого. Блаженный Иероним вульгаризировал Библию и мы до сих пор читаем ...
8.02.2012
При переводах Кирилла и Мефодия (и их последователей) происходила не вульгаризация, а импорт сакраль...
Идеология и перевод Библии. Перевод Бубера-Розенцвейга
8.02.2012
Очень интересная статья. Благодарю.
Книжная справа на путях Древней Руси
8.02.2012
Благодарю, отче, за доброе слово. А то я смотрю на отсутствие комментариев, и мне кажется, что мои с...
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Gespräch mit dem Schriftgelehrten (Mt. 22,35-46)[Для печати] [В блог]
3 сентября 2010 г.
Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst. Hier nun taucht eine Frage auf: Was heisst das, „wie sich selbst?" In jedem von uns bestehen verschiedenen Schichten des Seins: eine oberflächliche, die sich auf egoistische Weise selbst liebt, die begierig ist, hassen kann, feige ist und all das in uns ausmacht, was wir lieber verstecken möchten. ... Doch in jedem von uns lebt auch eine andere, tiefere Schicht, die sich dann in uns erhebt, wenn vor uns etwas viel größeres und tragisches ersteht. ..." - aus einer Predigt zur Evangeliumslesung „Das Gespräch Jesu mit dem Schriftgelehrten" von Metropolit Antonij von Sourozh
Wer meint, Gott zulieben, seinem Nächsten jedoch gleichzeitig mit Verachtung entgegentritt, istein Lügner. So sagt es der Apostel Johannes. Wie kannst du behaupten, dass duGott, Den du nicht siehst, liebst, wenn du für einen Menschen, den du vor dirsiehst, keinerlei Liebe übrig hast? Diese Worte des Johannes bauen auf derheutigen Evangeliumslesung auf. Als Antwort auf die Frage des Schriftgelehrten,welches das höchste Gebot sei, weist Christus auf das erste, auf die Liebe zu Gott.Ein anderes jedoch ist diesem ersten gleich, und Christus erklärt, dass indiesen beiden Geboten das gesamte Gesetz und die Lehren der Propheten enthaltensind. Ohne Liebe zu Gottkann die Liebe zum Nächsten nicht vollendet, nicht ausgereift, denn nur, wennwir Gott und Seine Liebe zu uns erkannt haben, beginnen wir zu begreifen, wases heisst, wahrhaft zu lieben. Nurwenn wir von Gott lernen zu lieben, können wir auch unseren Nächsten lieben, sowie es Gott uns aufgetragen hat: von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und allunserem Sein. Mit diesen Wortenbeschreibt unser Heiland die Liebe zu Gott. Unsere Liebe zum Menschen jedoch sollihr gleich sein. Was heisst, Gott von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und allseinen Gedanken und, wie es in einem anderem Evangelium heisst, mit all seinerKraft zu lieben? Gott mit dem Herzen zu lieben heisst nicht, Ihn auf sentimentaleWeise zu lieben und von einem schönen Gefühl zu anderen zu leben. Es bedeutet,Ihm sein Herz zu schenken, d.h. in Ihm Den zu sehen, Der in unserempersönlichen Leben den höchsten und heiligsten Platz einnimmt und so, nachdemman sich dessen in seinem tiefsten Innern bewußt geworden ist, den Dienst anIhm und die Erfüllung Seines Willens zu seinem zentralen Anliegen im Lebenwerden zu lassen. Christus sagt: Wermich liebt, beachtet meine Gebote. Er spricht nicht davon, dass der, der Ihnliebt von einem Gefühl zum nächsten lebt und von einer Rührung in eine anderefällt. Er spricht von etwas viel strengerem und viel nüchtererem. Wenn Ich dirdas wichtigste bin, wenn Ich dir wirklich sehr viel bedeute, dann möge meinWille: das, wofür Ich gelebt habe, weswegen Ich Mensch geworden bin, wofür ichgestorben bin, für dich das wichtigste sein. Nicht nur an der Oberfäche desLebens, sondern in deinem tiefsten Innern. Wir sind dazu berufen, Gott mitganzer Seele zu lieben. Das Wort Seele bedeutet hier, wie auch an anderenStellen, Leben. Mit all unserer Lebenskraft, mit all unserer schöpferischen Phantasie sollen wir Gottlieben. So meint es Christus. Wer Mich liebt, der beachtet meine Gebote. Dasbedeutet Gott nicht nur mit dem Gefühl, sondern auch mit dem ganzen Verstand,mit alle seinen Gedanken und aller schöpferischer Kraft zu lieben. Doch wie kann manGott lieben? In erster Linie durch die Liebe zu seinen Mitmenschen. Gott zulieben heisst hier auf der Erde unter den Menschen mit Seinem Auge zu schauen,Seine Zärtlichkeit zu schenken, Seine Barmherzigkeit zu erweisen, mit SeinemMitleid und mit jener Freude, jenem Licht und Enthusiasmus, welche Er denMenschen zu geben vermag, auf die Leute zuzugehen. Deshalb sind beide Geboteuntrennbar miteinander verbunden: Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dichselbst. Und hier nun tauchteine Frage auf: Was heisst das, „wie sich selbst?" In jedem von uns bestehenverschiedenen Schichten des Seins: eine oberflächliche, die sich aufegoistische Weise selbst liebt, die begierig ist, hassen kann, feige ist undall das in uns ausmacht, was wir lieber verstecken möchten. Dazu gehört ebenso auchjene oberflächliche Liebe, die man mit den Worten umschreiben kann: „Ich liebe", wobei dem Ich die gesamteAufmerksamkeit geschenkt wird. Dies ist jene Liebe, die an ihrem Objekt nurFreude sucht und geniessen will, die es nicht vermag auch Opfer zu bringen undoft auch nicht einmal zu einem Kompromiss fähig ist. Doch in jedem vonuns lebt auch eine andere, tiefere Schicht, die sich dann in uns erhebt, wennvor uns etwas viel größeres und tragisches ersteht: als ob die Freude viel zugroß ist, um in unserer Seele Platz zu finden bzw. das Leid viel zu tief, umWorte oder Tränen zu finden, um es angemessen auszudrücken. In dieser Tiefewohnt mein eigentliches „Ich", jenes „Ich", von dem einst ein Schriftstellerschrieb, dass wir immer gedenken sollten, dass unsere eigentliche Natur nichtin uns selbst ist, sondern über uns und dass wir größer sind als es unseigentlich scheint. Wenn wir uns also die Frage stellen, wer wir sind, dannsollten wir antworten: ein Abbild Gottes, eine Ikone. ... Deshalb sind wirimmer dazu berufen auszuwählen: wen wir denn in uns lieben? Jenes kleine,gierige, feige und nichtige „Ich" oder im Gegenteil, jenes, welches in unserenTiefen lebt und zu wirklich Großem und wunderbarer Schönheit des Lebens fähigist? Natürlich sollte unsere Wahl zu Gunsten unserer Größe getroffen werden undnicht für unsere Nichtigkeit. ... Deshalb ist dieses:Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst, ein Aufruf es zu lernen, in jedemMitmenschen nicht dessen Nichtigkeit, sondern dessen potentielle Größe zuerblicken und dieser Größe zu dienen,dass dieser Mensch zu seiner vollen Größe und Schönheit heranwachsen kann. Dannwird das Gebot erfüllt, dann vereinigen sich beide Gebote, denn indem mandiesem inneren Menschen dient, den der Apostel Petrus den „verborgenen Menschendes Herzens" nennt, dann dienen wir gleichzeitig auch Gott, dann verneigen wiruns vor Seinem Abbild und helfen diesem lebendigen Abbild, das zu werden, zuwas Gott es erdacht hatte. Dann erwächst aus den Träumen Gottes eine erfüllte,triumpfierende und wunderbare Wirklichkeit. Amen. 1981 |
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